
Der Blick aus dem Fenster Im Spiegelbild In Ilse-Gisela Klaßens Bilderwelt begegnet der Betrachter zwei großen Themenkreisen : Natur und Technik. Der Mensch, der einst die Natur nachahmte, indem er Dinge hervorbrachte, steht nun den beiden Polen kritisch gegenüber, was sich auch in den Wortschöpfungen der Titel der Arbeiten äußert. Die Dinge entfalten sich, um gleich wieder zu verschwinden, aufgelöst in einem Kaleidoskop aus tausend Spiegelscherben. Ilse Gisela Klaßens Kunst ist zuweilen bizzar und scharfkantig und eine Herausforderung an das Sehen "sich nicht zu verletzen". Auf seltsame Weise scheint alles durchwirkt und verwoben zu sein zu einem vielfältigen Geflecht von Bedeutungen der Dinge, die die Künstlerin installiert, teils befremdend in der Komposition von natürlichen und geschaffenen Dingen, hin bis ins kleinste Detail. Doch dann, im großen Zusammenhang, entdeckt man eine Vertrautheit wie eine Sehnsucht nach Urvertrauen. Hier fängt die Künstlerin den Betrachter auf und lenkt den Blick auf den Menschen. Sie fragt nach den
Ressourcen, den Vorkommnissen, dem Umgang mit ihnen, dem Verbrauch von Energien. Bilder, Zerrbilder und Anamorphosen: Karten von Seelenlandschaften. Einführung
in das künstlerische Werk Ilse-Gisela Klaßen's |
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